Kontakt auf Langzeitreisen

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Wer kennt das nicht: Man ist gerade im fernen Land unterwegs, entdeckt neue Plätze und Sehenswürdigkeiten und kaum ist man zurück im Hotel und hat WLAN, kommen die Whatsapp-Nachrichten. Da können neugierige Nachrichten dabei sein, aber auch vorwurfsvolle. „Wieso meldest du dich nie?“, „Lebst du eigentlich noch?“ und „Wer ist das auf dem Foto von gestern?!“. Letzteres werden vermutlich vor allem eifersüchtige und zuhause gebliebene Partner fragen. Aber ich habe auch genügend Leute gesehen und kennen gelernt, die genau das gegenteilige Problem haben. Sie sind nur am Handy, können die Reise gar nicht richtig genießen oder überhaupt wahrnehmen und schreiben bei jedem verfügbaren WLAN direkt eine Nachricht an die Liebsten, was sie jetzt gerade machen.

Versteht mich nicht falsch, Kontakt halten, vor allem auf längeren Reisen, ist super wichtig! Aber man muss eben die goldene Mitte finden. Es bringt immerhin nix am anderen Ende der Welt zu sein, wenn man mental immer noch zuhause ist. Dem Heimweh ist das natürlich auch nicht gerade förderlich. Genauso schlecht ist es aber, wenn man sich wochenlang nicht zuhause meldet und die Liebsten vielleicht schon kurz davor sind einen Suchtrupp loszuschicken. Auch bei alleinreisenden Frauen kann es wichtig sein, Bekannten zuhause alle paar Tage ein Update zu geben, wo man gerade ist und was man so vor hat. Falls man sich dann länger nicht meldet, können diese sofort Alarm schlagen und Maßnahmen einleiten, die im schlimmsten Fall Leben retten könnten.

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Außerdem kann Telefonieren auch ganz schön ins Geld gehen oder in bestimmten Ländern auch das WLAN. Denn leider ist nach wie vor das WLAN nicht überall kostenlos. In Neuseeland und Australien musste ich oft für das WLAN im Hostel bezahlen. Bei längeren Aufenthalten in einem Land kann sich eine SIM-Karte dann durchaus lohnen.

Generell kann ich empfehlen, dass man sich auf jeden Fall alle paar Tage bei den wichtigsten Leuten meldet und eben erzählt, wo man gerade ist und was man als nächstes geplant hat. Meiner Mama habe ich damals mindestens einmal die Woche geschrieben, denke ich. Meine wichtigsten Freunde haben immer mal wieder nachgefragt, wie’s mir so geht und was ich so mache und im Gegenzug habe ich natürlich auch ab und zu gefragt, was es zuhause so Neues gibt. Aber beide Seiten waren nie böse, wenn man nicht direkt geantwortet hat oder man sich längere Zeit nicht gemeldet hat. Ich denke, dass ist ein ganz wichtiger Faktor auch für die Daheimgebliebenen. Bombadiert den Reisenden nicht, sondern lasst ihm seinen Freiraum! Für den Reisenden ist immerhin alles neu und spannend und da ist es ja klar, dass man nicht jede Stunde schreibt. Mittlerweile gibt es ja auch Whatsapp-Gruppen, also könnt ihr für alle Freunde und Bekannte eine machen und dort dann immer mal wieder Fotos und kurze Updates schicken, dann sollten alle happy sein :)

Was sind eure Tipps fürs Kontakt halten auf Langzeitreisen? Seid ihr eher der „ich muss immer schreiben, wenn ich WLAN habe“-Typ oder eher der „ach, vielleicht sollte ich mich nach 3 Wochen mal wieder melden“-Typ?

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3 thoughts on “Kontakt auf Langzeitreisen

  1. Eher ein Mittelding. Kurze Nachrichten, wenn man erfolgreich an einem neuen Ziel angekommen ist schaden nicht, und drei Wochen Funkstille wären mir auch zu lange. Aber ich will meine kostbare Zeit nicht mit ewigem Telefonieren, SMS-en, Mailen oder sonstwas vergeuden. Also kurz und bündig muss es für mich sein. Liebe Grüße, Ina

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  2. Als ich damals in Schottland war, habe ich einen Blog geschrieben, sodass sich jeder selbst informieren konnte, was ich grad so mache ;) meine Ma hat dann sogar die Blogbeiträge ausgedruckt und an meinen Opa geschickt xD

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  3. Ich melde mich eigentlich oft von Reisen und telefoniere aus fernen Ländern meist sogar häufiger mit meinen Eltern als von zu Hause aus. Meistens melde ich mich, wenn ich grad etwas spannendes erlebt habe oder ein aufregender Ausflug ansteht. Das Postkartenschreiben habe ich mir allerdings ziemlich abgewöhnt, weil ich immer befürchte, man merkt den Karten an, dass ich eigentlich grad alles lieber tun würde als Karten zu schreiben…

    Eine ganz große Ausnahme war allerdings meine Reise in den Jemen vor zehn Jahren: Da war ich halt echt noch 17 Jahre alt und meine Eltern haben sich ziemlich große Sorgen gemacht. Problem: An so gut wie keinem der Orte gab es Telefon und Internet, sodass ich mich erst nach einer Woche der Reise melden konnte und meine Eltern sich natürlich riesige Sorgen gemacht haben. :(

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Kommentare

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