Abwarten – und vergessen zu leben?

Dieser Beitrag sollte eigentlich letztes Jahr im Oktober erscheinen, ist aber leider irgendwie als Entwurf hängen geblieben. Passen tut er immer noch. Vor allem jetzt zum neuen Jahr. Ich wünsche euch mit diesem Text, der mich nach wie vor inspiriert und fesselt, ein frohes neues Jahr und packt die Dinge an, die ihr euch vorgenommen habt. <3

feuerwerk

Seit Tagen, nein sogar Wochen, quälen mich Gedanken, Wünsche, Träume. Paradox nicht wahr? Sollten Wünsche und Träume nicht eigentlich helfen, mich glücklich machen, mich voran treiben, anstatt mich zu quälen? Aber wenn ein Traum, dich einfach nicht los lässt, dir immer wieder erscheint und du immer wieder daran denken muss, dann ist das eventuell tatsächlich eine Qual – und wenn der Traum noch so schön ist.

Aber jetzt mal von Anfang. Von welchem Traum spreche ich überhaupt?

Ich spreche von einem Traum, den wohl sehr viele haben, aber so wie ich gerade „feststecken“. Dem Traum vom Reisen (Was sonst? Ist ja immerhin ein Reiseblog). Meine letzte Reise liegt noch nicht mal ganz 2 Monate zurück und trotzdem habe ich schon wieder solches Fernweh, dass es richtig schmerzt. Anstatt zu reisen, habe ich meine erste eigene Wohnung (ähem bzw WG, aber immerhin zahl ich selber und nicht mehr Hotel Mama ;)), ich studiere meinen Traumstudiengang an einer tollen Universität in einer wunderschönen Stadt, die weder zu groß noch zu klein ist.

Sollte ich nicht glücklich sein? Wollte ich das nicht alles sogar genau so? War das nicht mein Plan? Ja. Ja ich wollte das genau so, ja genau das ist bzw war mein Plan und ja ich bin auch glücklich. Trotzdem habe ich in letzter Zeit immer dieselben Gedanken. Ich schaue zurück auf meine Weltreise, schaue die Bilder an oder scrolle kurz durch mein Instagram und sofort packt es mich. Ich will weg, raus, egal wie, einfach die Welt erkunden, wieder dieses Gefühl haben, dass ich einfach nicht erklären kann. Dieses Gefühl von „hier gehör ich hin“ und „du bist genau da, wo du gerade sein sollst“. Einfach das Gefühl das „Richtige“ zu machen, genau das zu machen, was ich liebe, was mich ausfüllt.

Doch, ich bin nicht da. Ich bin hier. Vielleicht soll ich genau hier sein, denn ich habe ja einen Plan. Bei dem es nützlich wäre, ein abgeschlossenes Studium vorweisen zu können. Bei dem ich Startkapital brauche, das ich jetzt nicht habe, sondern erst ansparen muss. Und dieser ganze Plan macht auch vollkommen Sinn und ich weiß, dass es gut wäre diesem Plan zu folgen, wie wir Deutschen das eben so machen.

Aber gleichzeitig denke ich mir, scheiß auf den Plan. Es kommt nie so, wie man sich das vorstellt und viel zu oft sagen wir: „Warten wir bis Event X eingetreten oder vorbei ist, dann können wir anfangen unser Leben zu genießen/so zu gestalten wie wir das möchten/zu reisen/usw.“ Dabei scheinen wir zu oft zu vergessen, dass wir genau jetzt leben. Gerade jetzt dieser Moment, in dem wir warten, bis es Freitag ist oder die Klausuren vorbei sind oder die Kinder aus dem Haus sind, genau dieser Moment ist doch schon unser Leben. Und morgen ist es vielleicht vorbei.

Also warten wir nicht länger. Packen wir es jetzt an. Nicht morgen. Heute.

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